Grundlage geschaffen
Am letzten Samstag, 4. Juli, bis Mittwoch, 7. Juli 2026, fand das Sommercamp des Kantonalverbands Eishockey Schaffhausen Thurgau statt. Im Fokus sind in diesem Jahr die Kinder mit dem Jahrgang 2013, dennoch waren einige ein Jahr jüngere Spieler ebenfalls eingeladen. Beide Jahrgänge gaben so richtig Gas, sodass beide Jahrgänge gegen die Baden-Württemberger antraten. Am Samstag war nämlich sogleich die Revanche auf dem Plan vom letzten Frühling, als wir 3:12 als Verlierer vom Eis mussten. Die Süddeutschen reisten am Vorabend an und übernachteten in Romanshorn, ehe sie um 08:45 Uhr eintrudelten, zeitgleich mit unseren Kindern.
Am Vormittag war ein gemeinsames Stationentraining auf dem Plan. Sehr interessant zu sehen, wo die Kinder aus Deutschland stehen und wo wir das tun. Nach einer kurzen Stärkung im EZO fand ein geführtes Off-Ice unserer Landsnachbarn statt. Auch hier wiederum interessant, welch Selbstverständlichkeit kognitive Spielformen Platz finden in ihren Reihen, denn ein Hauptunterschied auf dem Eis: die Geschwindigkeit im Kopf!
Das Spiel war in der ersten Hälfte wirklich ausgeglichen. Ein paar Unkonzentriertheiten führten dazu, dass wir doch mit 5:11 hinten lagen zum zweiten Pausentee. Schlussendlich stand auf der Uhr 5:19, ein Resultat, das uns wieder auf den Boden der Tatsachen brachte. Am Abend bekam jeder Spieler einen Fragebogen zum Ausfüllen und um 22:00 Uhr kam dann endlich das lang ersehnte Bett.
Tag zwei. Am Morgen gab es eine Aufwärmeinheit mit Matteo, welche nach dem Morgenessen schon die Einstellung für den Tag vermittelte: Wir müssen arbeiten! Auf dem Eis stand viel Skating mit und ohne Puck an. Sicherlich eine notwendige Detailarbeit. Es wurde aber auch viel gespielt, viele verschiedene Spielformen quer und längs. Nach der Stärkung am Mittag war Theorie angesagt, in welcher wir das defensive Verhalten mittels Videos aus der NHL, NLA und internationalen Spielen anschauten. Dann wieder Eis – hier wird angehängt, was gerade besprochen wurde, und einige der Spieler zeigten grosse Lernfähigkeit. Nach dem Training gab es die ersten Einzelgespräche und auch die ersten Besuche im Barber-Shop Stutz – welcher für die nötige Freshness sorgte. Man munkelt, dass sogar der eine oder andere aus dem Staff Platz genommen hat im HaarSTUTZgeschäft. Obschon die Kinder gerne die ganze Nacht Haare frisiert hätten, war leider um 21:45 Uhr Zeit, Ruhe einzufinden.
Der Montag und Dienstag waren ähnlich aufgebaut mit je 4 h Eis (zwei am Morgen, zwei am Abend). Der Fokus lag auf den Zweikämpfen vor dem Tor, da wir im Spiel und Training gegen BaWü Mühe damit hatten. Nebst Kraft- und Ausdauereinheiten zwischen den Eistrainings gab es auch noch einige Einzelgespräche zwischen den Coaches und Spielern. Am Montagabend fand das berühmte „Champions League“-Spiel statt, dieses Jahr war es natürlich der „WM-Final“ zwischen Argentinien und Frankreich. Mittlerweile müsste man aber wohl tatsächlich Schweiz gegen Argentinien ausspielen – Wahnsinn, was unsere Fussballer in den USA zeigen! Unser „WM-Final“ war aber auch nicht ohne: Von taktisch geprägten Trainern, unparteiischen Schiedsrichtern und motivierten Spielern gab es ein regelrechtes Torfest. Schlussendlich setzte sich Argentinien (Team Grün) durch und gewann einen süssen Hauptpreis.
Wir freuen uns und sind bereit für das erste von drei Turnieren, das Aufgebot folgt...
Ach ja, hier noch einige Impressionen aus dem Spiel zwischen EST und Baden-Württemberg: